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Er war einer von uns - er war einer für uns! FOI Karl Deuretzbacher sen. v. Charly |
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Bbr. Charly besuchte die
Volks- und Hauptschule in Krems. ·
Da er Französisch als
Freigegenstand in der Hauptschule nachweisen konnte, war es ihm möglich,
in die Realschule (später sog. Oberschule) überzutreten. ·
Nach der 5. Klasse der
Realschule absolvierte er 2 Semester in der „Staatlichen
Ingenieurschule für Maschinenbau und Elektrotechnik“ in Lundenburg
(heute: Břeclav – Tschechien) mit sehr gutem Erfolg. Die Schule
in Lundenburg war eine Zweigstelle der heutigen HTBLV von Mödling. ·
Das weitere Studium musste
im Juli 1942 wegen Einrückung zum Arbeits- bzw. anschließendem
Wehrdienst abgebrochen werden. Einige Stationen: Deutsche Luftwaffe –
Fliegerwaffenschule in See Parow bei Stralsund (Ostsee) – Technischer
Prüfer und 1. Wart von Kampfmaschinen. Wegen Benzinmangels musste der
Flugbetrieb schließlich eingestellt werden. Danach erfolgte die
Zuteilung zu einem Infanterieregiment (Magdeburg) und in weiterer Folge
ging es - ohne jede ·
entsprechende Ausbildung -
zum Fronteinsatz nach Holland. Verlegung des Regiments nach Ungarn –
Kriegseinsatz gegen russische Truppen. Schwere Verwundung im Jänner 1945:
Bbr. Charly wird durch einen Granatsplitter an Kopf und Hals mehrfach
verwundet. Das rechte Auge wird dabei zertrümmert - Arbeitsunfähigkeit
bis Mai 1946. ·
Von Juni 1946 bis August
1987 war Karl Deuretzbacher bei der Bezirkshauptmannschaft Melk beschäftigt.
Danach war er im Bezirksfürsorgeverband Melk aktiv. Von 1970 bis zu
seiner Pensionierung übte er die Funktion des Heimverwalters des
Bezirksaltersheims in Ybbs an der Donau aus. In
Würdigung seiner hervorragenden Verdienste um das Bundesland Niederösterreich
erfolgte die Verleihung des „Silbernen Ehrenzeichens“. Es versteht
sich fast von selbst, dass Bbr. Charly neben seiner beruflichen Tätigkeit
in verschiedenen Bereichen tätig war: Bezirksobmann der Gewerkschaft „Öffentlicher
Dienst“, Personalvertreter bei der BH Melk und viele andere Funktionen. Wie
kam Bbr. Charly zur Ötscherland?
Sein Sohn, Bbr. Karl Deuretzbacher jun. v. Charlie, wurde im Februar 1970
Mitglied der K.Ö.St.V. Ötscherland Scheibbs. Da ergab es sich fast von
selbst, dass der Vater gebeten wurde Ötscherländer zu diversen
Veranstaltungen zu chauffieren. Dabei spielte es keine Rolle, dass die
angegebenen Ziele z.T. sehr weit entfernt waren (z.B. der Pennälertag
1970 in Innsbruck). Bbr. Charlie (Sohn) war Senior und Bbr. Charly (Vater)
kutschierte zu nahen und fernen Zielen der OLS. Ein beliebtes Ziel war
auch das Schloss Sooß bei Loosdorf (Bbr. Charlys Gattin war Direktorin
der dortigen landwirtschaftlichen Fachschule): ·
Dort erfolgt die Herausgabe
der ersten Zeitung des damaligen MpBRG (heute BORG): „SZ“, ·
Eine Silvesterveranstaltung
der Ötscherland fand 1975 dort statt, ·
Satz und Druck der ersten
Exemplare der „PST“ (Zeitung der OLS). Im Jahre 1971 erfolgte die Aufnahme in die OLS und die Ernennung zum Ehrenmitglied. Bei unserer Ötscherland ist Bbr. Charly seit 1974 bis heute Revisor. Charly war immer für uns da, wenn wir ihn brauchten. Wir danken ihm dafür, und freuten uns immer wieder über sein Kommen. Am 17. Juli 2010 ist unser Bundesbruder nach längerem schweren Leiden verstorben. |