Er war einer von uns - er war einer für uns!

FOI Karl Deuretzbacher sen. v. Charly

Karl Deuretzbacher wurde am 2. Mai 1924 in der Pionierkaserne in Krems/Donau geboren. Sein Vater war Berufssoldat beim Pionierbataillon in Krems.

·       Bbr. Charly besuchte die Volks- und Hauptschule in Krems.

·       Da er Französisch als Freigegenstand in der Hauptschule nachweisen konnte, war es ihm möglich, in die Realschule (später sog. Oberschule) überzutreten.

·       Nach der 5. Klasse der Realschule absolvierte er 2 Semester in der „Staatlichen Ingenieurschule für Maschinenbau und Elektrotechnik“ in Lundenburg (heute: Břeclav – Tschechien) mit sehr gutem Erfolg. Die Schule in Lundenburg war eine Zweigstelle der heutigen HTBLV von Mödling.

·       Das weitere Studium musste im Juli 1942 wegen Einrückung zum Arbeits- bzw. anschließendem Wehrdienst abgebrochen werden. Einige Stationen: Deutsche Luftwaffe – Fliegerwaffenschule in See Parow bei Stralsund (Ostsee) – Technischer Prüfer und 1. Wart von Kampfmaschinen. Wegen Benzinmangels musste der Flugbetrieb schließlich eingestellt werden. Danach erfolgte die Zuteilung zu einem Infanterieregiment (Magdeburg) und in weiterer Folge ging es - ohne jede

·       entsprechende Ausbildung - zum Fronteinsatz nach Holland. Verlegung des Regiments nach Ungarn – Kriegseinsatz gegen russische Truppen. Schwere Verwundung im Jänner 1945: Bbr. Charly wird durch einen Granatsplitter an Kopf und Hals mehrfach verwundet. Das rechte Auge wird dabei zertrümmert - Arbeitsunfähigkeit bis Mai 1946.

·       Von Juni 1946 bis August 1987 war Karl Deuretzbacher bei der Bezirkshauptmannschaft Melk beschäftigt. Danach war er im Bezirksfürsorgeverband Melk aktiv. Von 1970 bis zu seiner Pensionierung übte er die Funktion des Heimverwalters des Bezirksaltersheims in Ybbs an der Donau aus.

In Würdigung seiner hervorragenden Verdienste um das Bundesland Niederösterreich erfolgte die Verleihung des „Silbernen Ehrenzeichens“. Es versteht sich fast von selbst, dass Bbr. Charly neben seiner beruflichen Tätigkeit in verschiedenen Bereichen tätig war: Bezirksobmann der Gewerkschaft „Öffentlicher Dienst“, Personalvertreter bei der BH Melk und viele andere Funktionen.

Wie kam Bbr. Charly zur Ötscherland? Sein Sohn, Bbr. Karl Deuretzbacher jun. v. Charlie, wurde im Februar 1970 Mitglied der K.Ö.St.V. Ötscherland Scheibbs. Da ergab es sich fast von selbst, dass der Vater gebeten wurde Ötscherländer zu diversen Veranstaltungen zu chauffieren. Dabei spielte es keine Rolle, dass die angegebenen Ziele z.T. sehr weit entfernt waren (z.B. der Pennälertag 1970 in Innsbruck). Bbr. Charlie (Sohn) war Senior und Bbr. Charly (Vater) kutschierte zu nahen und fernen Zielen der OLS. Ein beliebtes Ziel war auch das Schloss Sooß bei Loosdorf (Bbr. Charlys Gattin war Direktorin der dortigen landwirtschaftlichen Fachschule):

·       Dort erfolgt die Herausgabe der ersten Zeitung des damaligen MpBRG (heute BORG): „SZ“,

·       Eine Silvesterveranstaltung der Ötscherland fand 1975 dort statt,

·       Satz und Druck der ersten Exemplare der „PST“ (Zeitung der OLS).

Im Jahre 1971 erfolgte die Aufnahme in die OLS und die Ernennung zum Ehrenmitglied. Bei unserer Ötscherland ist Bbr. Charly seit 1974 bis heute Revisor. Charly war immer für uns da, wenn wir ihn brauchten. Wir danken ihm dafür, und freuten uns immer wieder über sein Kommen.

Am 17. Juli 2010 ist unser Bundesbruder nach längerem schweren Leiden verstorben.