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 Für den 12. September 08. lud uns Bbr.
H.H.Hottenroth vulgo.Parsifal zum Besuch seines österreichweit
einzigartigen Keramikmuseums ein. Schon der Empfang durch seine Gattin
Johanna und ihn unterschied sich gegenüber einem normalen Besuch durch
einen herzhaften Begrüßungsschluck und einem niveauvollen
freundschaftlichen Einführungsgeplauder. Die wenigen, aber äußerst
interessierten Bundesbrüder erlebten eine Führung wie, sie nur ein
begeisterter Sammler und Kenner im Bewusstsein der Bedeutung dieser
Sammlung für die Stadt Scheibbs bieten
kann. Bbr.Parsifal und seine Johanna begannen mit dem Sammeln der
Keramiken auf abenteuerliche Weise in den Jahren 1992/93, nachdem sie von
mehreren Personen Informationen darüber erhalten haben. Schon 1994
erschien das Buch „Tonindustrie Scheibbs – Scheibbser Keramik“ im
Eigenverlag , welches die Gründung der Tonindustrie durch Ludwig
Weinbrenner aus Wien, bis zur Übernahme des Betriebes durch die
Lebenshilfe als geschützte Werkstätte zum Inhalt hat. Damit wurde diese Provinz-
, aber durchaus nicht provinzielle Manufaktur vor dem Vergessen
gerettet und sehr viele Produkte –großteils Unikate- aus verschiedenen
„Fundgruben „ halb Europas und den USA gesammelt.
Man lauschte während der Führung der
Begeisterung der Hottenroth’s mit welcher sie den
einzelnen Unikaten auf die Spur kamen, um sie dann in irgend einem
Antiquitätenladen von Manhatten oder anderswo aufzustöbern und um viel
Geld anzukaufen. Eher selten gelang es auch, von Unwissenden einzelne Stücke
günstig zu erstehen. Die Prachtvolle Sammlung füllt inzwischen die Räume
des ehemaligen Betriebsgebäudes
der Scheibbser Keramik und erfreut sich zahlreicher begeisterter
Besucher. Parsifal hätte vor jeder Vitrine vieles zu erzählen gehabt,
doch konnten wir nicht die ganze Nacht im Museum verbringen, denn es
erwartete uns ein gelungenes inofficium
mit Brötchen und etlichen Flaschen köstlichen Weines, welchen wir
bei anregenden Gesprächen bis spät in die Nacht leerten. Dr.
Roméo |