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Ein Burschenherz hört auf zu schlagen |
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Unser Bbr. Richard Braun v. Zeppelin (* 8. Februar 1953) ist am 30. Mai 2006 nach schwerer Krankheit verstorben. Mitglied unserer MKV-Verbindung Ötscherland war er seit dem 20. Dezemer 1967 ( Weihnachtskommers im GH Bruckner, Wieselburg). In jungen Jahren hatte er als Aktiver verschiedene Funktionen inne. Er war mit dabei, wenn es galt zu bewegen, zu verändern und auch Verantwortung zu übernehmen. Er hat die Höhen der Verbindung erlebt, beim Aufbau des Vereins, bei der Renovierung der Bude in der wir uns heute befinden, und auch als die Ötscherland landesvorsitzende Verbindung in Niederösterreich war. So ist die gesamte heutige Burschenschaft eine von ihm abstammende Bierfamilie. Dass er nicht nur für die feine Kunst zu haben war, hat er hier in den Räumlichkeiten unserer Bude bei der Renovierung gezeigt. Damals wurde nach dem Motto gearbeitet „Frisch drauf los, jeder mit dem, was er kann, jeder bei dem, wovon er meint etwas zu verstehen (z.b. mit dem Schlägel zuhauen, mit einer Kelle umgehen – Zepelin war Weltmeister im Improvisieren). Nachdem er bereits in den 70ern gemeinsam mit einem gelernten Maurer sein Haus in der Sallabasiedlung errichtet hatte, kam unser Bundesbruder auch bei den Renovierungsarbeiten wieder in den Hochgenuss die undankbare Rolle des „Zuroachers“ zu übernehmen. Auch beim Verlegen des Boden war er mit dabei: Da keiner der Ötscherländer gelernter Bodenleger war, wurde ein professioneller Bodenleger angeworben. Für eine Naturalgabe von 5 Flaschen Bier arbeitete er 2 Stunden lang (entsprechende Bezahlung hat er natürlich auch erhalten). Nachdem ein Drittel des Bodens verlegt worden war, warf er jedoch entnervt das Handtuch – andere Quellen behaupten, er wäre zum Teufel gejagt worden. Nicht ganz freiwillig waren die Aktiven nun genötigt, den Boden in Eigenregie zu vollenden. So schallten bald darauf Bbr. Zepelins Anweisungen durch die Bude: „Toni, links 3,7 cm und rechts 3,9“! Auf diese Art und Weise passend gemacht, konnten die Ziegel dann ins Betonbett gepackt werden. Den krönenden Abschluss bildete dann das Verfugen, welches mit Zementmilch und beißenden Rückenschmerzen der Aktiven durchgeführt wurde. Wahrlich, kein leichtes Unterfangen! Schon damals zeigte sich die künstlerische Ader unseres Bundesbruders: Von Richard Braun wurden im Bierflaschenmuseum die Wände mit Szenen von Wilhelm Busch verschönert. Durch das Zerbröseln des darunter befindlichen Wandverputzes war diesen Verzierungen jedoch kein langes Leben beschieden. Er ist auch Mitinitiator unseres Bierflaschenmuseum gewesen: Er und unser Bbr. Dr. Alfred Födinger waren bereits 1973 kosmopolitisch genug, um eine Interrail-Reise durch Europa zu unternehmen. Mit nach Hause gereist ist damals eine Bierdose aus Barcelona. Weil sie so schön war, wurde sie oben hingestellt. Bereits mit Jahresende 1973 konnte dann die erste volle Reihe vermeldet werden. Dies war damals schon eine Besonderheit. Am 12. Oktober 1974 war die Hochzeit mit Edith (Wallfahrtskirche Maria Roggendorf); Couleurhochzeit mit Schlumpf, Echnaton, Charlie, Knox als Chargierte.
Am Freitag, dem 9. Juni 2006, fand für Richard die Trauerkneipe statt. Fiducit toter Bundesbruder! |
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linkes Bild: Übermalen der Stirnseite des
Kneipsaales
rechtes Bild: Präsentation der OLS - Briefmarke - Überreichung des 75-Semesterbandes |
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