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Hammerherrenkneipe in der Klamm bei Gaming |
Alea jacta est. Nein,
nicht der Würfel ist gefallen, sondern der Schmiedehammer auf den Amboss. So heuer
geschehen bei der Ötscherland-Fe rialis am Fuß des Grubbergs in Gaming
bei Kbr. Herwig Wais (AGP). Mit kräftigen Schlägen wurde die
Hammerherrenkneipe geformt. Mitgeformt haben allerdings auch das
Schlechtwetter und eine noch nie bei einer Ferialveranstaltung gesehene
Anzahl von Bundes- und Kartellbrüdern von den meisten Korporationen des
Mostviertels (Aggstein St. Pölten, Carolina St. Pölten, Nibelungia St. Pölten,
Nibelungia Melk, Norika Waidhofen, Ötscherland Scheibbs), Freunden und
Bekannten unserer Ötscherland. Begrüßen konnten wir auch manch bereits
bemoostes Haupt, wo fleißige Motten in den dazugehörigen Deckeln ihre
Spuren hinterlassen hatten ... Das ehemalige Wohnhaus des Klammschmieds
bildete die Kulisse und konnte alle Gäste doch kaum fassen. Alles in
allem keine alltägliche studentische Veranstaltung.
Dank den geduldigen automobilgezogenen Provianteselchen und íhren Führern konnten Tische und Bänke, Fässer und Gläser, Kohlen und Fackeln, Kuchen und Fleisch zum Braten von dem nicht weit entfernten Scheibser Markt in Eilmärschen herantransportiert werden. Gegen Überfälle räuberischen Gesindels wurden die Transporte von der zielsicheren Hand und dem Stutzen vom verwegenen Bbr. Franz Handl geschirmt. Dieser nahm dann am späten Nachmittag die Durchführung des Beschießens der von Wolfgang Längauer ( è) gestalteten Schützenscheibe ( ì )in die Hand. Glücklichstes - weil ruhigstes Händchen - bewies beim Wettschießen der Gastgeber und staubte auch den ausgelobten Preis - einen Holzhammer - ab. Fast nahtlos gingen Festschießen in Grillen und Schlemmen und anschließend in die Hammerherrenkneipe über. Geschlagen von unserem Consenior Bbr. Lukas Jungwirth; geschlagen nicht mit einem traditionellen Schläger sondern mit einem Hammer auf einem Amboss. Doch nicht nur die Schläge des Schmiedhammers hallten durch die Klamm gen wolkenverhangenem Himmel. Auch ein eigens für die Ferialis überarbeitete Fassung der "Hammerschmiedg'selln" wurde uraufgeführt: Bbr. Fridhart Fidesser hat sich der Muse hingegeben und seiner künstlerischen Ader freien Lauf gelassen und neue Strophen geboren. Beginnend von der über dem Wais'schen Anwesen vorbeidampfenden Schmalspurbahn bis hin zu den handwerklichen Fähigkeiten von Fr. Wais, mit einer Kettensäge umzugehen, reichten die Reime ( è). Die instrumentale Begleitung des Liedes übernahmen Kbr. Manfred "Kistenschinder" Lerchbaum am Klavier und Bbr. Roland "Triangl" Wutzl am Autoreifenwechselinstrument. Gefreut hat es mich, dass es, so wie wir es uns gewünscht haben, uns aber nicht träumen haben lassen - tatsächlich eine Veranstaltung für alle Kartell- und Bundesbrüder, Familienangehörige und Freunde unserer Ötscherland geworden ist! Wir als Verbindung haben uns zum Ziel gesetzt eine Verein nicht nur für unsere Mitglieder zu sein, sondern auch das Umfeld, in dem sich jeder von uns bewegt, mit einzubinden. Wir bieten, wir möchten die Möglichkeiten bieten - ihr müsst sie nutzen! Glück auf. Attila PS: Ein Dankeschön sei noch einmal allen mitgestaltenden Personen ausgesprochen. Bbr. Matthias Peter, Bbr. Roland Wutzl und Bbr. Georg Schlögl für die Organisation der Salate und Dressing. Bbr. Fridhart Fidesser für die Neutextung der "Hammerschmiedg'selln", Fr. Johanna Lehr und Kbr. Manfred Langthaller für die Erledigung der schmutzigen Tellerberge nach dem Grillgelage, Bbr. Franz Handl für die Zurverfügungstellung der Schießinstrumentarien und der Organisation des Festschießens. Den fleißigen Händen von Fr. Annemarie Loschnigg, Fr. Margarete Peter und Fr. Maria Fidesser und anderen ungenannten Heinzelmännchen, die Backwerk gezaubert haben. |