Expedition Ötscherland

 

 

 

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Expedition:

Lust auf Höhlenabenteuer? Wer traut sich in die Höhle des Ötschers? Höhlenforscher für einen Tag? Höhlengeheimnisse entdecken? Mit frohen Menschen unterwegs sein?

Mit diesen Fragen hatte die K.Ö.StV - Ötscherland zur Expedition Ötscherland II eingeladen!

 Am Samstag, 10. September 2005, einige Minuten nach 10:00 Uhr  ging´s von der Schindlhütte hinauf zur Tropfsteinhöhle

Nach einer Wanderung von einer knappen Stunde, bei der ungefähr 300 Höhenmeter zu überwinden waren, kamen wir am vorläufigen Ziel unserer Expedition an. Der Eingang zur "Kerschbaumhöhle" war durch eine Tür versperrt, die uns Höhlenführer Leopold nach Ausfassen der Schutzhelme und der Öllampen öffnete.

Das erste beeindruckende Erlebnis war das Wetterloch, durch das die Sonnenstrahlen die kalte Luft im Inneren des Bergs durchfluteten. Auf dem weiteren Weg gelangten wir über mühevoll eingerichtete Holzsteige zu einem See, der gleichzeitig den tiefsten Punkt des Naturbaus darstellt und ca. 100m² Wasseroberfläche aufweist. Immer wieder verirrten sich oder stürzten gar Tiere wie Frösche oder Salamander in die Höhle und mussten dann von Menschenhand gerettet werden. So auch am Tag der Wanderung: ein Frosch, der am Seeufer kauerte. Bevor ihn ein Bundesbruder allerdings zu fassen bekam, hatte er sich schon ins vermeintlich rettende kühle Nass des Sees gestürzt und wird wohl noch weiter auf seine Rettung warten müssen. 

Die Höhlenexpedition führte uns durch wunderliche und mystische Skulpturen, als Künstler die Natur. Menschen hatten den unterirdischen Gesteinsformen Namen gegeben wie "Hoher Dom", "Halle der feurigen Zungen" und "Zaubergang", in dem sogar Schneewittchen zu finden war. Ringsum uns konnten wir überall Stalaktiten und Stalagmiten entdecken, die einen hingen von der Decke, die anderen wuchsen vom Boden hinauf.

Die Zeit verging wie im Flug und schon traten wir auch schon wieder den Ausstieg aus dem felsigen Dunkel an. Im Tageslicht war es gleich merklich wärmer, sodass wir unsere Jacken und Pullover getrost wieder ausziehen konnten. Die Abstieg gestaltete sich weniger anstrengend und viel gemütlicher als der Aufstieg und bald waren wir bei der Schindlhütte angelangt. 

Nachdem wir uns ausgiebig gestärkt hatten, läutete Bundesbruder Hektor mit einer gemütliche Kneipe das neue Semester ein. Als Schläger diente ein Wanderstock von Bundesbruder Fidi. Fidi hatte sich auch die Mühe gemacht und ein Lied für die Expedition Ötscherland umgedichtet: "Wem Gott will rechte Gunst erweisen". Später durften wir noch die Sage vom "Teufel und der Biersau" kennen lernen, die uns Bundesbruder Attila vortrug. 

Nach der Kneipe stärkten wir uns nochmals mit kulinarischen Köstlichkeiten. Allmählich machte sich Aufbruchsstimmung breit, nach und nach verabschiedeten wir uns voneinander in der Vorfreude auf nächste schöne, gemeinsame Erlebnisse.

 

Liedtext: 

Wem Gott will rechte Gunst erweisen

Lied hören

zum Lesen:

"Der Teufel und die Biersau" (Sage)

 

 

Expedition Ötscherland

(Brückenbau: Schlossermeister Franz Wahler, Ybbsitz)