Richard Braun

Richard Braun, geboren 1953, wohnt und wirkt als Lehrer, Maler und Linolschneider in Scheibbs. Im wesentlichen Autodidakt. Die Motivwahl, vor allem im landschaftlichen Bereich, fordert sein Können heraus. Auf zahlreichen Ölbildern und Farblinoldrucken werden die Schönheiten und Besonderheiten seiner Heimat, des Bundeslandes Niederösterreich – speziell des Mostviertels – festgehalten.

Felder und Flussschluchten, endlos hügelige Baumlandschaften neben Wiesen, Birnbaumzeiler bei Sonnenuntergang und Morgendunst. Anstatt des Pinsels nimmt Richard Braun öfters auch die Spachtel zur Hand. Die großformatigen Gemälde, die hier entstehen, entfalten ihre volle Wirkung für den Betrachter erst ab einer gewissen Distanz.

Einzelne Spachtelflächen aus der Nähe betrachtet eher kaleidoskopartig neben- und ineinander liegend, ergeben bei genügendem Abstand die Scheibbser Römerbrücke, Stadttürme, zahlreiche Holz- und Baumlandschaften, verwachsene Waldwege und immer wieder den Ötscher. Bei der Wiedergabe der Natur liegt das Hauptaugenmerk dennoch stets auf dem Spiel mit Form und Farbe und nicht auf der Authentizität des Gemalten.

Richard Braun, dessen Tätigkeit nie auf  bestimmte Malstile beschränkt bleibt, greift neben dieser äußerst farbkräftigen und bunten Maltechnik auch auf die duale Einfachheit der Schwarz-Weiß-Gestaltung von Linol- und Holzschnitten zurück.

Auch hier stehen die Natur- und Architekturlandschaften als Motive im Mittelpunkt, reine Abstraktion wird nie angestrebt.

Seit 1989 Mitglied der Niederösterreichischen Holzschneidervereinigung XYCRON, seit 1997 deren Obmann. Zahlreiche Ausstellungen in Niederösterreich, Wien und dem Burgenland.

In Richard Brauns MALKAMMER unter dem Dach – die Bezeichnung  ATELIER  wird von ihm kategorisch abgelehnt! – stapeln sich Bilder und Holzschnitte, Aquarelle und Farblinoldrucke. Wenn interessierte Besucher sich dort von der Vielfalt seines Schaffens ein BILD  machen, kann es schon passieren, dass der Künstler neben seinen Werken manches gute Schlückchen Most aus dem Viertel ober dem Wienerwald oder ein Glas Wein aus dem Viertel unter dem Manhartsberg zur Begutachtung freigibt.