Am Samstag den 24.1.2004 gehörten ein Jahr quälender Warterei endlich der Vergangenheit an. Einmal mehr braute uns unser Magister Krambambuli alias Dr. cer. Romèo den „Trank der sich bei uns bewährt“, der auch dieses Jahr, soviel sei vorweggenommen, unsere Magen- und Darmflora gehörig in Aufruhr versetzte. Der Ruf seiner Braukunst dürfte ihm vorausgeeilt sein, denn selten zuvor war die Bude so vollgestopft wie an diesem Abend.

Bevor die hohe Corona sich über den Krambambuli, oder besser, den Krambambuli in sich, stürzen konnte, wurde die Kneipe zunächst vom hohen Senior eröffnet. Kurz nach der obligatorischen Begrüßung wurde dann unser letzter Fux im Stall, geburscht. Martin Schlögl vlg. Hector hatte übrigens am Tag zuvor seine Prüfung mit summa cum laude abgelegt und wurde Samstags am Wahl-BC gleich zum neuen Consenior gewählt.

HERZLICH GLÜCKWUNSCH noch einmal!!!

Danach ging es dann aber wirklich los. Der Magister übernahm heiteren Gemüts (es wird gemunkelt er habe zuviel der betörenden Dämpfe inhaliert) die Kneipgewalt. Nachdem die drei Hauptzutaten des Krambumbuli Wein, Rum und Zucker, dargestellt von drei bundesbrüderlichen Laiendarstellern, in einem durchaus humoristischen Verbalgefecht um die Gunst des Magisters kämpften, wurde das Teufelsgebräu vollendet und zur Verkostung unserem Bbr. Schlumpf vorgesetzt. Da dieser nach dem ersten Schluck weder zusammenbrach, erblindete noch sonst in irgendeiner Art und Weise körperlich beeinträchtigt wirkte, sondern ganz im Gegenteil, mit hochgezogenen Mundwinkeln lauthals zu schmatzen begann, wussten alle, dass der Krambambuli zum Verzehr freigegeben war.

Und so vernahm der Abend seinen Verlauf. Der Pegel im Topf sank, die Stimmung stieg und alle Beteiligten feierten weit bis in die Nacht hinein.

Man kann bereits jetzt sagen, dass man am Ende des Jahres auf die Krambambulikneipe als einer der Höhepunkte 2004 zurückblicken wird. Ich persönlich, und da bin ich sicher nicht der Einzige, habe bereits wieder die Tage zu zählen begonnen, die es noch dauert, bis es nächstes Jahr wieder erschallt: „Krambambuli, das ist der Titel“!        Roland Wutzl v. James