Bewusstlos: Was nun? - AC am 16. Jänner 2009

Am Freitag, den 16. Jänner versammelten sich einige wissbegierige Bundesbrüder sowie zwei weitere etwas blasse Teilnehmer ohne Haare, Hände und Füße (2 Notfall-Übungs-Puppen) auf der Bude, um den medizinischen Ausführungen von Bundesbruder Artus und Bundesbruder Hektor zu lauschen. Jeder Anwesende, der glaubte, sein Erste-Hilfe-Wissen wäre schon irgendwie noch da bzw. würde er ja e gleich wieder wissen, wurde schon innerhalb der ersten Minute desillusioniert, als Günter Peter v. Artus uns gleich zu Beginn aufforderte, alles bisher gelernte zu „vergessen“ und auf die aktuellen Änderungen (neuen Guidelines) in der Erstversorgung bei Notfällen hinwies. Weiters wurden die wichtigsten Maßnahmen der ersten Hilfe erläutert und auch gleich praktisch an den 2 geduldigen Puppen geübt, die trotz einstündiger Dauerreanimation keine Ermüdungs- und Abnutzungserscheinungen aufwiesen. Im Laufe dieses Abends denke ich, wurde uns allen wieder bewusst, wie wichtig es ist, in Notsituation „einfach“ zu reagieren und die unbegründete Angst vor Fehlern beiseite zu lassen. „Der einziger Fehler ist letztendlich nur, nichts zu machen“, betonten unsere 2 Rettungsspezialisten. Schockiert zeigten sich an diesem Abend alle Beteiligten auch über die Tatsache, dass bei Kreislaufstillständen derzeit je nach Ursache nur 5-10% der Patienten überlebt. Ein Grund dafür ist die niedrige Rate an Laienreanimationen. Bei optimaler Rettungskette und Frühdefibrillation wären Überlebensraten von 70-80 % zu erzielen.

Schlussendlich war es für uns alle ein sehr informativer Abend, der voll und ganz seinen Zweck erfüllt hat, nämlich, uns wieder einmal vor Augen zu führen, dass erste Hilfe uns alle überall und jederzeit betreffen kann und wie unerlässlich es ist, dann auch zu handeln!

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